Prostatakrebs: Behandlung mit moderner Strahlentherapie bei Life Beam in München

Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern

Das Prostatakarzinom ist in Deutschland die häufigste Krebserkrankung bei Männern. Im Jahr 2023 erkrankten nach Angaben des Zentrums für Krebsregisterdaten am Robert Koch-Institut rund 79.600 Männer neu daran. Die gute Nachricht: Wird der Tumor frühzeitig erkannt, ist Prostatakrebs in vielen Fällen sehr gut behandelbar, und Betroffene haben oft die Wahl zwischen mehreren gleichwertigen Behandlungsverfahren.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es beim Prostatakarzinom?

Beim lokal begrenzten Prostatakarzinom stehen grundsätzlich zwei etablierte Wege im Vordergrund.

Die Operation (radikale Prostatektomie). Hierbei wird die Prostata vollständig operativ entfernt. Der Eingriff erfolgt unter Vollnarkose und ist mit den üblichen Risiken einer Operation verbunden.

Die perkutane Strahlentherapie (Bestrahlung von außen). Bei geeigneten Voraussetzungen gilt die Bestrahlung als gleichwertige Alternative zur Operation. Immer mehr Männer entscheiden sich für diesen Weg, vor allem dann, wenn ein nicht invasives Verfahren gewünscht ist und Narkose sowie operative Risiken vermieden werden sollen.

Welches Verfahren im Einzelfall infrage kommt, hängt von Tumorstadium, Risikoprofil und persönlichen Wünschen ab und wird individuell besprochen.

Wie läuft die klassische Bestrahlung beim Prostatakarzinom ab?

Bei der konventionellen perkutanen Strahlentherapie wird zunächst ein Planungs-CT angefertigt. Auf dessen Grundlage erstellt das Behandlungsteam einen individuellen Bestrahlungsplan.

Anschließend wird über mehrere Wochen behandelt, meist fünfmal pro Woche, mit insgesamt bis zu 39 Sitzungen. Während dieser gesamten Zeit bleibt der einmal erstellte Plan unverändert. Um den Tumor bei jeder Sitzung zuverlässig zu treffen, wird mit einem Sicherheitsabstand gearbeitet.

Das ist medizinisch notwendig, hat aber einen Nachteil: Blase und Mastdarm liegen unmittelbar neben der Prostata und sind von Tag zu Tag unterschiedlich gefüllt. Durch den Sicherheitsabstand werden diese Organe teilweise mitbestrahlt. Dadurch kann es zu Nebenwirkungen im Bereich von Blase und Enddarm kommen.

Hochpräzisions-Therapie mit Life Beam

Was macht die Behandlung bei Life Beam anders?

Auch bei Life Beam handelt es sich um eine Form der perkutanen Bestrahlung. Der entscheidende Unterschied liegt in der Präzision und der Anpassungsfähigkeit der Technik. Zwei moderne Verfahren greifen dabei ineinander.

1. Online-adaptive Strahlentherapie: der Plan passt sich täglich an

Während bei der klassischen Bestrahlung über mehrere Wochen derselbe Plan verwendet wird, können wir bei Life Beam den Bestrahlungsplan vor jedem einzelnen Termin neu anpassen. Mit Hilfe modernster Bildgebung und KI-gestützter Algorithmen berücksichtigen wir die jeweils aktuelle Lage von Tumor, Blase und Darm. So bestrahlen wir nicht nach einem Plan von vor mehreren Wochen, sondern tagesaktuell auf den Körperzustand abgestimmt.

2. Echtzeitüberwachung: Sicherheitsabstände werden minimiert

Zusätzlich arbeiten wir mit einem System zur markerlosen, submillimetergenauen Positionierung und Überwachung. Sowohl die Position des Patienten als auch die Bewegung des Zielgebiets werden in Echtzeit kontrolliert. Dadurch können wir die Sicherheitsabstände deutlich verkleinern und treffen mit einer Genauigkeit von unter einem Millimeter gezielt Prostata und Tumor, statt umliegendes gesundes Gewebe mitzubestrahlen.

Die Folge: höhere Dosis, deutlich weniger Termine

Weil wir so präzise arbeiten und kaum noch gesundes Gewebe mitbestrahlt wird, können wir die Strahlendosis pro Sitzung deutlich erhöhen. Diese sogenannte Hypofraktionierung führt dazu, dass nur noch wenige Behandlungen nötig sind. Statt bis zu 39 Sitzungen sind unter optimalen Bedingungen nur noch etwa 5 bis 10 Termine erforderlich. Eine einzelne Behandlung dauert in der Regel etwa 16 bis 20 Minuten. Durch die höhere Genauigkeit sind zudem weniger Nebenwirkungen zu erwarten.

Therapien im Vergleich

Operative Entfernung der Prostata Konventionelle Bestrahlung Bestrahlung bei Life Beam
Verfahren Operation Bestrahlung Online-adaptive Bestrahlung
Narkose Vollnarkose keine Narkose Keine Narkose
Plananpassung Entfällt einmalig täglich
Sicherheitsabstand Entfällt größer, gesundes Gewebe wird mitbestrahlt minimiert, Genauigkeit unter 1mm
Anzahl Termine Ein Eingriff bis zu 39 Sitzungen ca. 5-10 Sitzungen
Dauer pro Termin OP + stationärer Aufenthalt + Reha wenige Minuten ca. 12-18 min
Nebenwirkungen Operative und narkosebedingte Risiken Häufiger im Bereich Blase und Enddarm Durch höhere Präzision reduziert
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